Rede zum 15. Oktober

Publicado: 16 octubre 2011 en #takethesquare, Deutsch, Socioeconomía
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Zuerst möchten wir euch danken, dass ihr gekommen seid.  Es ist inspirierend, so viele Leute hier heute zu sehen, die ihre Solidarität bekunden, also herzlichen Dank.

Wenn man sich heute auf der Welt umschaut oder die Nachrichten verfolgt – es gibt so viel Ungleichheit, entsetzliche Gewalt und unbeschreibliches Elend – aber  was kannst DU dagegen tun?

Seit viel zu langer Zeit schweigt die Mehrheit, obwohl wir vor diesen riesigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Problemenstehen. Bisher war es für viele schwer, eine Stimme zu finden, die ihren Standpunkt repräsentiert.

Die Zeit ist reif dafür, dass die schweigende Mehrheit ihre Stimme wiederfindet.

Wir sind womöglich unterschiedlicher Meinungen über die genauen Ursachen und das Wesender Probleme. Früher waren es diese unterschiedlichen Ansichten, die uns trennten.

Wir haben zu viel Zeit damit verloren, uns auf das zu konzentrieren, was uns trennt. Deshalb war es ohne unsere Solidarität leicht, uns bei Seite zu schieben, zu marginalisieren, zum Schweigen zu bringen und zu unterdrücken.

Es ist schwer zu sagen, wo und wie diese Bewegung begann. Ohne Zweifel ist sie in den letzten Jahre gewachsen: Die Beispiele haben sich gemehrt: Island, Egypten, Tunesien, Griechenland, Spanien, Israel… Und jetzt, in den letzten Wochen,  die USA, die Wall Street.

All diese Beispiele lehren, dass es besser ist, sich auf  Gemeinsamkeiten zu konzentrieren und nicht auf das, was uns trennt, um für alle Menschen offen zu sein, denen das Wasser bis zum Hals steht und die sich gedrängt fühlen, etwas zu tun.

Es ist bekannt, dass die ‘Occupy Wall St.’-Bewebung schnell angewachsen ist, ähnlich wie die Isländische Revolution oder die 15M-Bewegung in Spanien. Sie ist auf weitere Städte in den USA übergeschwappt und heute, am 15. Oktober, ist sie hier in Berlin angekommen.

Dies ist deine Bewegung.

Durch offene Gespräche und Partizipation können wir ein gemeinsames Verständnis der Probleme finden, denen wir gegenüber stehen. Wir können nur stark werden, indem wir einbeziehen und nicht indem wir ausschließen.

Das ist deine Bewegung,

Wenn dich die Zerstörung der Ökosysteme beunruhigt.

Wir sind wegen der Zerstörung der Ökosysteme beunruhigt.

Wenn du  dir wegen der Korruption und der Rolle der Großbanken in der Politik Sorgen machst.

wir machen uns wegen der Korruption und der Rolle der Großbanken in der Politik Sorgen.

Wenn du der unternehmerischen Gier und der Bonuskultur der Wall Street einen Riegel vorschieben möchtest,

wir möchten der unternehmerischen Gier und der Bonuskultur der Wall Street einen Riegel vorschieben.

Wenn du dir Sorgen über den Hunger und die Armut auf der Welt und über die verheerende Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen machst.

wir sind wegen des Hungers und der Armut auf der Welt und der verheerenden Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen besorgt.

Wenn du Angst vor dem militärisch-industriellen Komplex und dem Krieg hast,

wir ängstigen uns angesichts des militärisch-industriellen Komplexes und der Kriege in der Welt.

Wenn du um die Zukunft der Wirtschaft, sinnvoller Arbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt besorgt bist

wir sorgen uns um die Wirtschaft, sinnvolle Arbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wenn du die Kontrolle der großen Medien durch die Privatwirtschaft fürchtest

wir fürchten die Kontrolle der großen Medien durch die Privatwirtschaft.

 

Weil diese deine Bewegung ist.

In diesen Turbulenzen heute müssen wir uns vor Augen führen, dass das hier nicht der Endspurt, sondern der Anfang unserer Bewegung ist. Wenn wir weiter wachsen, wird es Versuche geben, uns zu zerschlagen und auseinander zu nehmen. Wie auch immer man uns provozieren wird, das wichtigste ist, dass wir in jeder Aktion friedlich bleiben.

Unsere Stärke liegt in unserer Einheit. Unsere Methoden müssen gewaltfrei bleiben.

Weil diese deine Bewegung ist, ist es wesentlich, dass du dich einbringst. Schließ dich einer Versammlung an oder baue eine Versammlungen auf. Sprich mit deiner Stimme. Denn wir alle entscheiden gemeinsam, wie wir weiter machen. Wir lassen nicht länger zu, dass unsere Zukunft von Außen bestimmt wird, von Anführern, die uns etwas versprechen, das sie dann nicht halten.

Weil wir uns von Politikern und politischen Systemen nicht vertreten fühlen, müssen wir Alternativen suchen.

Wenn die Wirtschafskonzerne unsere Werte nicht teilen, müssen wir Alternativen suchen.

Wenn die Medien uns nicht repräsentieren, müssen wir Alternativen suchen.

Wir sind die 99%, und es ist an der Zeit, das 1% wissen zu lassen, dass diese Welt unsere Welt ist, und wenn wir damit unzufrieden sind, wie sie heute funktioniert, dann ist es höchste Zeit für uns, sie zurückzunehmen. Es ist an der Zeit, zu zeigen, wie eine ECHTE Demokratie aussieht.

Weil diese Straßen unsere Straßen sind,

diese Stadt unsere Stadt ist,

diese Bewebung unsere Bewegung ist, und weil wir gemeinsam eine reale Veränderung herbeiführen können.

Ob das 1% es mag oder nicht, die Macht kehrt zurück zu den Menschen und wir sind…

Vereint für globale Veränderungen / United for #Globalchange.

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