Archivos de la categoría ‘Deutsch’

Pressemitteilung – Zentrum für politische Schönheit

Berlin, 16.12.2011, 11:07 Uhr

Die Deutsche Bank droht mit rechtlichen Schritten und Schadenersatzklage gegen einen Film über Nahrungsmittelspekulationen, sollte nicht eine Passage des Pressesprechers Frank Hartmann herausgenommen werden. Der Pressesprecher wird dahingehend zusammengefasst, dass nicht die Händler von Banken, sondern die Menschen in Somalia für ihre Armut selbst verantwortlich seien. Daraufhin bestätigt Hartmann: „Natürlich sind die selbst schuld!“
Der Aussage, Menschen in Somalia seien selbst schuld, sich die überhöhten Getreidepreise nicht leisten zu können, droht nun Zensur. Die Deutsche Bank hat angekündigt, Strafantrag wegen Verletzung des § 201 StGB zu stellen und den Film per 19.12.2011 zu verbieten. Der Leiter der Rechtsabteilung der Deutschen Bank fordert mit Schreiben vom 14. Dezember 2011, „die weitere Verbreitung und Vorführung des Interviews von Herrn Hartmann in dem Film zu unterlassen.” Die Deutsche Bank behauptet, der Pressesprecher habe ein “vertrauliches Hintergrundgespräch zu Ihrer persönlichen Information” geführt, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei. Der Kameramann des Films, Firas Sabbagh, erklärt: „Der Deutschen Bank ist peinlich, was ihr Pressesprecher gegenüber dem Zentrum für Politische Schönheit öffentlich erklärt hat. Frank Hartmann wurde darüber aufgeklärt, dass das Gespräch aufgezeichnet wird.” – Auch die CSR-Abteilung der Deutschen Bank, aufgescheucht von der Passage, die nicht so recht ins Bild sozialer Verantwortung passen will, bot Gespräche an. Jetzt droht die Bank, sich an der Freiheit der Kunst zu schaffen zu machen.

Die Bank war zuletzt wegen des Foodwatch-Berichts “Die Hungermacher” stark in die Kritik geraten. 2010 sollen laut Weltbank aufgrund gestiegener Nahrungsmittelpreise über 40 Millionen Menschen in die absolute Armut getrieben worden sein. Josef Ackermann erklärte einen Tag nach der Veröffentlichung des Berichts, die Sachlage zu prüfen. In einem persönlichen Brief an Foodwatch meinte Ackermann: „Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen.“ – Laut Pressestelle der Bank war auch Ackermanns Brief nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen. Auch damals zeigte sich die Bank ungehalten über eine vermeintlich nichtintendierte Veröffentlichung. Nina van Bergen vom Zentrum für Politische Schönheit (ZPS): „Die Kritik ist seit Jahren bekannt. Aber erst jetzt, als das Interesse der Öffentlichkeit an den Spekulationsgeschäften, die gegen alle ethischen und moralischen Grundsätze verstoßen, enorm zunimmt, verfallen die Bank in hektische Aktivität. Als bräuchte sie einen Bericht, um Kritik überhaupt wahrzunehmen?“
Ein Mitarbeiter der CSR-Abteilung der Deutschen Bank unterbreitete dem ZPS das Angebot, nach Prüfung der Kritik an den Spekulationsgeschäften Ende Januar „zu reden“. Dazu erklärt Philipp Ruch, künstlerischer Leiter des Zentrums für Politische Schönheit: „Das scheint die übliche Masche zu sein. Es gibt nichts zu reden. Die Bank muss sofort handeln. Was haben hunderte Mitarbeiter beim Spekulationsgeschäft mit Weizen, Mais und Zucker verloren? Es geht um Millionen Menschen. Man hätte von Anfang an viel vorsichtiger sein müssen.“

Den Film finden Sie hier (die entsprechende Stelle ab 6:20):http://www.youtube.com/watch?v=rQ7cXnsCh0E

Eine Kurzfassung (ohne Pressesprecher): http://www.youtube.com/watch?v=X-7miE3vKbM

Das Schreiben der Deutschen Bank: http://politicalbeauty.de/db.jpg

Ja, es ist immer das alte Lied. Juli 1933, Dänemark: Hanns Eisler und Bertolt Brecht komponieren dieses Lied zusammen. Heutzutage kann man es noch singen und man ist immer noch aktuell. Bitter, aber wahr.

The swiss banker and chief executive officer of the Deutsche Bank, Josef Ackermann, was invited on the 22th of November to speak in Hamburg on the responsability of the banks in the actual crisis. Members of the Occupy-Movement in Hamburg interrupted the act, denouncing that it was cynical to hear one of the main responsibles of the actual critical situation speaking about moral responsability of banks as the one he leads, the Deutsche Bank, well known by its active lobbying to save itself from the impact of the impayment of the greek government and therefore by its share of the responsability of the actual economical situation Greece and Europe has to deal with.

More information in English: Spiegel-Online

Zuerst möchten wir euch danken, dass ihr gekommen seid.  Es ist inspirierend, so viele Leute hier heute zu sehen, die ihre Solidarität bekunden, also herzlichen Dank.

Wenn man sich heute auf der Welt umschaut oder die Nachrichten verfolgt – es gibt so viel Ungleichheit, entsetzliche Gewalt und unbeschreibliches Elend – aber  was kannst DU dagegen tun?

Seit viel zu langer Zeit schweigt die Mehrheit, obwohl wir vor diesen riesigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Problemenstehen. Bisher war es für viele schwer, eine Stimme zu finden, die ihren Standpunkt repräsentiert.

Die Zeit ist reif dafür, dass die schweigende Mehrheit ihre Stimme wiederfindet.

Wir sind womöglich unterschiedlicher Meinungen über die genauen Ursachen und das Wesender Probleme. Früher waren es diese unterschiedlichen Ansichten, die uns trennten.

Wir haben zu viel Zeit damit verloren, uns auf das zu konzentrieren, was uns trennt. Deshalb war es ohne unsere Solidarität leicht, uns bei Seite zu schieben, zu marginalisieren, zum Schweigen zu bringen und zu unterdrücken.

Es ist schwer zu sagen, wo und wie diese Bewegung begann. Ohne Zweifel ist sie in den letzten Jahre gewachsen: Die Beispiele haben sich gemehrt: Island, Egypten, Tunesien, Griechenland, Spanien, Israel… Und jetzt, in den letzten Wochen,  die USA, die Wall Street.

All diese Beispiele lehren, dass es besser ist, sich auf  Gemeinsamkeiten zu konzentrieren und nicht auf das, was uns trennt, um für alle Menschen offen zu sein, denen das Wasser bis zum Hals steht und die sich gedrängt fühlen, etwas zu tun.

Es ist bekannt, dass die ‘Occupy Wall St.’-Bewebung schnell angewachsen ist, ähnlich wie die Isländische Revolution oder die 15M-Bewegung in Spanien. Sie ist auf weitere Städte in den USA übergeschwappt und heute, am 15. Oktober, ist sie hier in Berlin angekommen.

Dies ist deine Bewegung.

Durch offene Gespräche und Partizipation können wir ein gemeinsames Verständnis der Probleme finden, denen wir gegenüber stehen. Wir können nur stark werden, indem wir einbeziehen und nicht indem wir ausschließen.

Das ist deine Bewegung,

Wenn dich die Zerstörung der Ökosysteme beunruhigt.

Wir sind wegen der Zerstörung der Ökosysteme beunruhigt.

Wenn du  dir wegen der Korruption und der Rolle der Großbanken in der Politik Sorgen machst.

wir machen uns wegen der Korruption und der Rolle der Großbanken in der Politik Sorgen.

Wenn du der unternehmerischen Gier und der Bonuskultur der Wall Street einen Riegel vorschieben möchtest,

wir möchten der unternehmerischen Gier und der Bonuskultur der Wall Street einen Riegel vorschieben.

Wenn du dir Sorgen über den Hunger und die Armut auf der Welt und über die verheerende Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen machst.

wir sind wegen des Hungers und der Armut auf der Welt und der verheerenden Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen besorgt.

Wenn du Angst vor dem militärisch-industriellen Komplex und dem Krieg hast,

wir ängstigen uns angesichts des militärisch-industriellen Komplexes und der Kriege in der Welt.

Wenn du um die Zukunft der Wirtschaft, sinnvoller Arbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt besorgt bist

wir sorgen uns um die Wirtschaft, sinnvolle Arbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wenn du die Kontrolle der großen Medien durch die Privatwirtschaft fürchtest

wir fürchten die Kontrolle der großen Medien durch die Privatwirtschaft.

 

Weil diese deine Bewegung ist.

In diesen Turbulenzen heute müssen wir uns vor Augen führen, dass das hier nicht der Endspurt, sondern der Anfang unserer Bewegung ist. Wenn wir weiter wachsen, wird es Versuche geben, uns zu zerschlagen und auseinander zu nehmen. Wie auch immer man uns provozieren wird, das wichtigste ist, dass wir in jeder Aktion friedlich bleiben.

Unsere Stärke liegt in unserer Einheit. Unsere Methoden müssen gewaltfrei bleiben.

Weil diese deine Bewegung ist, ist es wesentlich, dass du dich einbringst. Schließ dich einer Versammlung an oder baue eine Versammlungen auf. Sprich mit deiner Stimme. Denn wir alle entscheiden gemeinsam, wie wir weiter machen. Wir lassen nicht länger zu, dass unsere Zukunft von Außen bestimmt wird, von Anführern, die uns etwas versprechen, das sie dann nicht halten.

Weil wir uns von Politikern und politischen Systemen nicht vertreten fühlen, müssen wir Alternativen suchen.

Wenn die Wirtschafskonzerne unsere Werte nicht teilen, müssen wir Alternativen suchen.

Wenn die Medien uns nicht repräsentieren, müssen wir Alternativen suchen.

Wir sind die 99%, und es ist an der Zeit, das 1% wissen zu lassen, dass diese Welt unsere Welt ist, und wenn wir damit unzufrieden sind, wie sie heute funktioniert, dann ist es höchste Zeit für uns, sie zurückzunehmen. Es ist an der Zeit, zu zeigen, wie eine ECHTE Demokratie aussieht.

Weil diese Straßen unsere Straßen sind,

diese Stadt unsere Stadt ist,

diese Bewebung unsere Bewegung ist, und weil wir gemeinsam eine reale Veränderung herbeiführen können.

Ob das 1% es mag oder nicht, die Macht kehrt zurück zu den Menschen und wir sind…

Vereint für globale Veränderungen / United for #Globalchange.

[vimeo 30468888]

Quelle: http://www.alex11.org/

Am 15. Oktober werden Menschen in Berlin auf die Straße gehen, wie auch in etwa 78 weiteren Ländern, von Australien bis Uruguay. Sie protestieren in Brüssel, Frankfurt/Main, Hong Kong, Johannesburg, New York, Rabat, Rio de Janeiro, Warschau, Zürich und zahlreichen anderen Städten gegen die ökonomische, soziale und ökologische Krise. Unter dem Motto “vereint für globale Veränderungen” treten sie für eine transparente Gesellschaft ein, an deren politischen Entscheidungen alle teilhaben können. Ihr Ziel ist die Ausbreitung einer neuen politischen Kultur mit Versammlungen für alle und mit offenen Entscheidungsprozessen.

Von Kairo über Madrid nach New York und Berlin

In New York besetzten viele Menschen am 17. September einen Park in der Nähe der Wall Street, um regelmäßige Versammlungen durchzuführen. Im Oktober 2011 dehnte sich die Bewegung schnell in den USA aus. In erstaunlich vielen Städten von San Francisco bis Boston und Washington fanden und finden Solidaritätsbekundungen statt.

Die Bewegung 15M begann am 15. Mai in Spanien, inspiriert vom Arabischen Frühling und den Kundgebungen in Griechenland, Island und anderen Ländern. Von der besetzten Puerta del Sol in Madrid breitete sich die Bewegung in ganz Spanien aus und wurde in anderen Ländern aufgegriffen, zum Beispiel in Tel Aviv und in deutschen Städten wie Frankfurt/Main, Köln, Leipzig.

Aktionen in Berlin

In Berlin organisierten die Empörten am 21. Mai eine erste Kundgebung am Brandenburger Tor. Seitdem folgten mehrere Aktionen und Versammlungen als Teil einer internationalen Protestkultur, unter anderem am 17. September, in Solidarität mit der Bewegung Occupy Wall Street in New York. Am 20. August wurden nach einer kleinen Party Zelte am Alexanderplatz aufgeschlagen. Die Polizei verbot die Zelte, aber die Aktivisten und Aktivistinnen blieben eine Woche.

Wir sind Teil einer internationalen Bewegung. Wir sind die 99 Prozent, die auf friedliche Weise gegen Ungleichheit protestieren. Unsere offenen Gruppen werden nicht von einer politischen Führung vertreten.

 

Planung für den 15. Oktober in Berlin:

13 Uhr                          Neptunbrunnen (Alexanderplatz)

13-16 Uhr                   Demonstration zum Brandenburger Tor

(Verlesen des Manifests)

ca. 17 Uhr                  Kanzleramt (Attac)

ab 16 Uhr                   Festival am Mariannenplatz (Kreuzberg)

(live Musik, Essen, informelle politische Versammlungen, usw.)

am Feuerwehrbrunnen.

Attac veranstaltet ab 10 Uhr eine Krisenanhörung im Grips Theater.

 

 

www.15october.net/de

www.echte-demokratie-jetzt.de

www.15mberlin.net

www.reden.tk

www.alex11.org

 

Hier einen billigen und effektiven Vorschlag, um Werbung für den 15 Oktober zu machen: drucke dieses Bild, kopiere es und stecke es in allen Briefkästen ein, an denen du in deinem Alltag vorbeigehst (zu Hause, bei der Arbeit, Uni…)

Die Idee dieser Aktion ist, den Leuten, die dieses Blatt bekommen, Zeit zu lassen, damit sie sich Fragen über dieses Datum stellen und selbst nach mehr Infos gucken. Nächste Woche könnte man eine ähnliche Aktion mit konkreten Details zur geplanten Aktionen in deine Stadt! – Eco-freindly version

Make re-evolution happen!

Briefkasten-Aktion

 

We are no longer that post-ideological generation!

Logo rtveGestern Abend wurde erst in Twitter und dann in den Webseiten von den meisten spanischen Zeitschriften bekannt gegeben, dass der Vorstand des spanischen öffentlichen Fernsehen rtve beschlossen hat, den Anspruch, die Inhalte von den Nachrichtensendungen im voraus zu kennen, fest zu legen.

Der aus Partei gewählten Mitgliedern bestehenden Vorstand der rtve hatte es gestern beschlossen, dank den Stimmen von den Delegierten vom PP (Rechtspartei) und CiU (katalanische nationalistische liberale Partei). Dagegen haben der Delegierte von IU (Linkspartei) und der der sozialistischen Gewerkschaft UGT gestimmt. Die Delegierten vom PSOE (sozialistische Partei), ERC (katalanische nationalistische pro-Republik Partei) und die Gewerkschaft CCOO haben sich der Stimme enthalten, was letztendlich ermöglicht hat, dass der Beschluss gefasst werden konnte.

Alle Parteien kritisierten am Donnerstag diesen Zensur-Vorfall, obwohl es praktisch alle ihre Delegierten gewesen sind (abgesehen von der Linkspartei IU und die sozialistische Gewerkschaft UGT), die die Verantwortung dafür tragen (weil sie entweder dafür gestimmt oder sich der Stimme enthalten haben). Die Leitung der Nachrichtensendungen der rtve hat eine offiziele Mitteilung veröffentlicht, in der sie diesen Beschluss der Spitze des spanischen öffentlichen Fernsehen ablehnen und sich gegen die politische Kontrolle äußert, die der Vorstand seit gestern für sich beansprucht.

Dank den Widerstand der Medien und der regen Reaktion im Netz, werden die Mitglieder des Vorstandes ihren Beschluss morgen widerrufen.

Quellen (auf Spanisch):

elpais.com

abc.es

elmundo.es

publico.es