Posts etiquetados ‘15. Oktober’

Zuerst möchten wir euch danken, dass ihr gekommen seid.  Es ist inspirierend, so viele Leute hier heute zu sehen, die ihre Solidarität bekunden, also herzlichen Dank.

Wenn man sich heute auf der Welt umschaut oder die Nachrichten verfolgt – es gibt so viel Ungleichheit, entsetzliche Gewalt und unbeschreibliches Elend – aber  was kannst DU dagegen tun?

Seit viel zu langer Zeit schweigt die Mehrheit, obwohl wir vor diesen riesigen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Problemenstehen. Bisher war es für viele schwer, eine Stimme zu finden, die ihren Standpunkt repräsentiert.

Die Zeit ist reif dafür, dass die schweigende Mehrheit ihre Stimme wiederfindet.

Wir sind womöglich unterschiedlicher Meinungen über die genauen Ursachen und das Wesender Probleme. Früher waren es diese unterschiedlichen Ansichten, die uns trennten.

Wir haben zu viel Zeit damit verloren, uns auf das zu konzentrieren, was uns trennt. Deshalb war es ohne unsere Solidarität leicht, uns bei Seite zu schieben, zu marginalisieren, zum Schweigen zu bringen und zu unterdrücken.

Es ist schwer zu sagen, wo und wie diese Bewegung begann. Ohne Zweifel ist sie in den letzten Jahre gewachsen: Die Beispiele haben sich gemehrt: Island, Egypten, Tunesien, Griechenland, Spanien, Israel… Und jetzt, in den letzten Wochen,  die USA, die Wall Street.

All diese Beispiele lehren, dass es besser ist, sich auf  Gemeinsamkeiten zu konzentrieren und nicht auf das, was uns trennt, um für alle Menschen offen zu sein, denen das Wasser bis zum Hals steht und die sich gedrängt fühlen, etwas zu tun.

Es ist bekannt, dass die ‘Occupy Wall St.’-Bewebung schnell angewachsen ist, ähnlich wie die Isländische Revolution oder die 15M-Bewegung in Spanien. Sie ist auf weitere Städte in den USA übergeschwappt und heute, am 15. Oktober, ist sie hier in Berlin angekommen.

Dies ist deine Bewegung.

Durch offene Gespräche und Partizipation können wir ein gemeinsames Verständnis der Probleme finden, denen wir gegenüber stehen. Wir können nur stark werden, indem wir einbeziehen und nicht indem wir ausschließen.

Das ist deine Bewegung,

Wenn dich die Zerstörung der Ökosysteme beunruhigt.

Wir sind wegen der Zerstörung der Ökosysteme beunruhigt.

Wenn du  dir wegen der Korruption und der Rolle der Großbanken in der Politik Sorgen machst.

wir machen uns wegen der Korruption und der Rolle der Großbanken in der Politik Sorgen.

Wenn du der unternehmerischen Gier und der Bonuskultur der Wall Street einen Riegel vorschieben möchtest,

wir möchten der unternehmerischen Gier und der Bonuskultur der Wall Street einen Riegel vorschieben.

Wenn du dir Sorgen über den Hunger und die Armut auf der Welt und über die verheerende Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen machst.

wir sind wegen des Hungers und der Armut auf der Welt und der verheerenden Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen besorgt.

Wenn du Angst vor dem militärisch-industriellen Komplex und dem Krieg hast,

wir ängstigen uns angesichts des militärisch-industriellen Komplexes und der Kriege in der Welt.

Wenn du um die Zukunft der Wirtschaft, sinnvoller Arbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt besorgt bist

wir sorgen uns um die Wirtschaft, sinnvolle Arbeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wenn du die Kontrolle der großen Medien durch die Privatwirtschaft fürchtest

wir fürchten die Kontrolle der großen Medien durch die Privatwirtschaft.

 

Weil diese deine Bewegung ist.

In diesen Turbulenzen heute müssen wir uns vor Augen führen, dass das hier nicht der Endspurt, sondern der Anfang unserer Bewegung ist. Wenn wir weiter wachsen, wird es Versuche geben, uns zu zerschlagen und auseinander zu nehmen. Wie auch immer man uns provozieren wird, das wichtigste ist, dass wir in jeder Aktion friedlich bleiben.

Unsere Stärke liegt in unserer Einheit. Unsere Methoden müssen gewaltfrei bleiben.

Weil diese deine Bewegung ist, ist es wesentlich, dass du dich einbringst. Schließ dich einer Versammlung an oder baue eine Versammlungen auf. Sprich mit deiner Stimme. Denn wir alle entscheiden gemeinsam, wie wir weiter machen. Wir lassen nicht länger zu, dass unsere Zukunft von Außen bestimmt wird, von Anführern, die uns etwas versprechen, das sie dann nicht halten.

Weil wir uns von Politikern und politischen Systemen nicht vertreten fühlen, müssen wir Alternativen suchen.

Wenn die Wirtschafskonzerne unsere Werte nicht teilen, müssen wir Alternativen suchen.

Wenn die Medien uns nicht repräsentieren, müssen wir Alternativen suchen.

Wir sind die 99%, und es ist an der Zeit, das 1% wissen zu lassen, dass diese Welt unsere Welt ist, und wenn wir damit unzufrieden sind, wie sie heute funktioniert, dann ist es höchste Zeit für uns, sie zurückzunehmen. Es ist an der Zeit, zu zeigen, wie eine ECHTE Demokratie aussieht.

Weil diese Straßen unsere Straßen sind,

diese Stadt unsere Stadt ist,

diese Bewebung unsere Bewegung ist, und weil wir gemeinsam eine reale Veränderung herbeiführen können.

Ob das 1% es mag oder nicht, die Macht kehrt zurück zu den Menschen und wir sind…

Vereint für globale Veränderungen / United for #Globalchange.

Am 15. Oktober werden Menschen in Berlin auf die Straße gehen, wie auch in etwa 78 weiteren Ländern, von Australien bis Uruguay. Sie protestieren in Brüssel, Frankfurt/Main, Hong Kong, Johannesburg, New York, Rabat, Rio de Janeiro, Warschau, Zürich und zahlreichen anderen Städten gegen die ökonomische, soziale und ökologische Krise. Unter dem Motto “vereint für globale Veränderungen” treten sie für eine transparente Gesellschaft ein, an deren politischen Entscheidungen alle teilhaben können. Ihr Ziel ist die Ausbreitung einer neuen politischen Kultur mit Versammlungen für alle und mit offenen Entscheidungsprozessen.

Von Kairo über Madrid nach New York und Berlin

In New York besetzten viele Menschen am 17. September einen Park in der Nähe der Wall Street, um regelmäßige Versammlungen durchzuführen. Im Oktober 2011 dehnte sich die Bewegung schnell in den USA aus. In erstaunlich vielen Städten von San Francisco bis Boston und Washington fanden und finden Solidaritätsbekundungen statt.

Die Bewegung 15M begann am 15. Mai in Spanien, inspiriert vom Arabischen Frühling und den Kundgebungen in Griechenland, Island und anderen Ländern. Von der besetzten Puerta del Sol in Madrid breitete sich die Bewegung in ganz Spanien aus und wurde in anderen Ländern aufgegriffen, zum Beispiel in Tel Aviv und in deutschen Städten wie Frankfurt/Main, Köln, Leipzig.

Aktionen in Berlin

In Berlin organisierten die Empörten am 21. Mai eine erste Kundgebung am Brandenburger Tor. Seitdem folgten mehrere Aktionen und Versammlungen als Teil einer internationalen Protestkultur, unter anderem am 17. September, in Solidarität mit der Bewegung Occupy Wall Street in New York. Am 20. August wurden nach einer kleinen Party Zelte am Alexanderplatz aufgeschlagen. Die Polizei verbot die Zelte, aber die Aktivisten und Aktivistinnen blieben eine Woche.

Wir sind Teil einer internationalen Bewegung. Wir sind die 99 Prozent, die auf friedliche Weise gegen Ungleichheit protestieren. Unsere offenen Gruppen werden nicht von einer politischen Führung vertreten.

 

Planung für den 15. Oktober in Berlin:

13 Uhr                          Neptunbrunnen (Alexanderplatz)

13-16 Uhr                   Demonstration zum Brandenburger Tor

(Verlesen des Manifests)

ca. 17 Uhr                  Kanzleramt (Attac)

ab 16 Uhr                   Festival am Mariannenplatz (Kreuzberg)

(live Musik, Essen, informelle politische Versammlungen, usw.)

am Feuerwehrbrunnen.

Attac veranstaltet ab 10 Uhr eine Krisenanhörung im Grips Theater.

 

 

www.15october.net/de

www.echte-demokratie-jetzt.de

www.15mberlin.net

www.reden.tk

www.alex11.org

 

Briefkasten-Aktion

Eine Rede am 15. Oktober

 

Presseerklärung – 15. Oktober: Occupy Wall St., Occupy Berlin!

Flyer Demo Berlin 15. Oktober

Latest informations about the actions that will
take place in Berlin on the 15th October 

Quelle / Source : http://www.rtve.es/alacarta/videos/la-2-noticias/2-noticias-30-05-11/1115885/

Gestern gab die Plattform “Democracia Real ya” eine Pressekonferenz in Madrid, wo sie neben einer Analyse der Bewegung, so wie sie sich bislang entwickelt hat, auch kund gab, dass sie für den 15. Oktober eine Demonstration auf globale Ebene plant.

Die berliner Gruppe “Echte Demokratie Jetzt – Berlin” sollte diese Aktion unterstützen. Ich werde es als Punkt für die nächste Vollversammlung, am Donnerstag, den 2. Juni vorschlagen, damit wir entscheiden, ob und wie wir mitmachen.

Yesterday a press conference took place, organised by the platform “Democracia Real Ya”, who started the demonstration in Spain on may 15. Among other topics, the last two weeks of protests were analysed and an new global action was proposed. “Democracia Real Ya” plans a global demonstration for october 15.

Our Berlin group “Democracia Real Ya – Berlin” should support this initiative. I will propose it as a point to be discussed in the next assembly, thursday the 2nd of june.

Hier, la plate-forme “Democracia Real Ya” a donné une conférence de presse à Madrid. Sur le program, parmi autres thèmes: l’analyse des protestes jusqu’ici et la appel à une manifestation globale le prochaine 15.10.

Notre group à Berlin doit, a mon avi, seconder cet appel. Je vais le proposer comme thème à être discuté à la prochaine assemblée generale, jeudi, le 2ème juin.